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NDR – Wie geht das?
Rettung aus dem
U-Boot

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Auf dem Kasernengelände der schleswig-holsteinischen Hafenstadt Neustadt ragt ein Hochhaus empor, das Jahr für Jahr Soldaten aus dem In- und Ausland anzieht. Ein 42 Meter hoher Turm – vollgefüllt mit 1,25 Millionen Litern Wasser. Es ist der Tieftauchtopf
der Marine, der tiefste und modernste weltweit – darin ein sieben Meter breites und 32,5 Meter tiefes Becken.

In ihm lernen U-Boot-Fahrer den simulierten Notausstieg aus einem gesunkenen U-Boot. Verantwortlich für diese Ausbildung sind die U-Boot-Rettungstaucher der Marine, deren Leiter Kapitänleutnant Martin Kalmring ist. An sie werden hohe Anforderungen gestellt. Ohne Atemgerät und allein durchs Luftanhalten sorgen sie für eine möglichst sicher Ausbildung der U-Boot-Fahrer. Mit der Methode, die in Neustadt gelehrt wird, sollen sich die U-Boot-Fahrer im Ernstfall aus bis zu 80 Meter tiefen Wasser retten können.

Wie die U-Boot-Rettungstaucher die jungen Männer da heranführen, zeigen wir in der NDR-Reihe „Wie geht das? – Rettung aus dem U-Boot“.

Produktion
Autorin: Gabriele Lebs
Kamera: Rudolf Fromeyer
Schnitt: Victor-Dario Pfannmöller
Redaktion: Christian Pipke - NDR

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NDR – Wie geht das?
Jeder kann Leben retten

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Es kann jedem von uns überall und zu jeder Zeit passieren: Wir geraten als Beteiligter oder als Zeuge in eine Notsituation, in der das eigene Leben oder das anderer in Gefahr ist. Mit großem Glück sind dann Menschen da, die genau wissen, was zu tun ist. Und damit sind nicht nur Profis wie Ärzte und Rettungssanitäter gemeint. Denn jeder einzelne von uns kann helfen – und das auch im schlimmsten Fall: Pro Jahr brechen in Deutschland mehr als 65.000 Menschen zusammen, weil ihr Herz plötzlich aufhört zu schlagen. Ein Teil davon könnte gerettet werden, würde es mehr sogenannte Laien-Ersthelfer geben. Je früher nämlich mit einer Herzdruckmassage begonnen wird, desto besser sind die Chancen für den Patienten. „Pro Minute, die nicht wiederbelebt wird, sinkt die Überlebenswahrscheinlichkeit um zehn Prozent“, sagt Notarzt Frank Böttcher aus Reinbek. Der Mediziner erlebt bei seinen Einsätzen häufig, dass Passanten und selbst Angehörige aus reiner Angst etwas falsch zu machen, nichts tun. „Das ist der größte Fehler überhaupt“, sagt Böttcher, der auch in seiner Freizeit Nachhilfe in Sachen Lebensrettung gibt.

In Schleswig-Holstein beträgt die Hilfsfrist, also die Zeit vom Notruf bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes, zwölf Minuten. Für eine erfolgreiche Reanimation ist es dann oft schon zu spät. Um die über Leben und Tod entscheidende Zeitlücke zu überbrücken, hat das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein am Standort Lübeck mit Partnern die App „Meine Stadt rettet“ entwickelt: Hier kann sich jeder registrieren, der fit in Erster Hilfe ist. Geht nun bei der zuständigen Leitstelle ein Notruf wegen Herzstillstandes ein, werden die Laienhelfer parallel zum Rettungsdienst alarmiert. Sie sind innerhalb kürzester Zeit am Einsatzort und übernehmen dort die ersten Schritte. Wer regelmäßig in Kursen seine Erste-Hilfe-Kenntnisse auffrischt, kann sich als Laien-Ersthelfer registrieren lassen und potentieller Lebensretter werden.

Die Reportage begleitet die Rettungsprofis bei ihrer Arbeit und zeigt, mit welchen Maßnahmen auch Laien in Notsituationen effektiv helfen können.

Produktion
Autorin: Verena Künstner
Kamera: Rudolf Fromeyer, Christian Rohwer
Schnitt: Moritz Ohlsen
Redaktion: Christian Pipke - NDR

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