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frau riek und ihre wollfabrik

NDR – Typisch!
Frau Rieck und ihre Wollfabrik

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Sendetermin unbekannt!

Sie hält die letzte produzierende und wirtschaftlich arbeitende Wollspinnerei des Landes am Laufen: Anja Rieck.

Vor 30 Jahren hat sie im Büro des Traditionsbetriebes H. Ottens GmbH & Co.KG („Horstia-Wolle“) in Horst gearbeitet, mittlerweile ist sie die Frau für alles. Und das im wahrsten Wortsinn: Anja bereitet die Wollvliese vor und bedient die beeindruckenden alten Maschinen, die in diversen Arbeitsschritten aus grober Wolle feinstes Garn machen. In den Räumlichkeiten der alten Fabrik sieht fast alles noch so aus wie vor 145 Jahren. Und auch die Arbeitsabläufe sind gleich geblieben.

Alte Fotos vermitteln ein Bild davon, wie es damals aussah. Wenn Anjas Freunde von „unmöglichen Arbeitsbedingungen“ an deren Arbeitsplatz erzählen, muss die Horsterin oft schmunzeln. „Dort knarzt vielleicht der Bürostuhl oder der Ventilator ist falsch eingestellt“, sagt sie. Im Vergleich dazu vollbringt sie als Einzelkämpferin Schwerstarbeit. „Jede der alten Maschinen hat eine eigene Seele. Manchmal hilft schon gutes Zureden.“ Manchmal aber auch nur ein starker Tritt. „Ich wollte, dass der Betrieb auf jeden Fall weiter besteht. Da hängt mein Herz dran“, sagt Anja, die schon als Kind auf dem Fabrikgelände gespielt hat.

Als vor einigen Jahren der letzte aktive Berufsspinner in Rente ging, übernahm sie das Ruder. Sie sagt: „Falls ich mal Hilfe brauche, kommt er sofort. Dann erzählt er oft Geschichten von früher.“
Anja Riecks Herausforderung: Jedes Jahr entscheidet sich aufs Neue, ob sie die Fabrik allein am Laufen halten kann. Mit ihrer Tatkraft steht und fällt der Fortbestand des Traditionsbetriebes. In diesem Jahr will sie in jedem Fall die aktuellen Bestände (rund 1000 Kilo Wolle) verarbeiten. Und das geht nur in den warmen Monaten – ist es zu kalt, geben die Maschinen den Geist auf. „Dass es so aufwändig und anstrengend ist, hätte ich nicht gedacht“, gibt Anja zu. Sie weiß aber auch, dass ihr Aufgeben das Ende der Horstia-Wolle bedeuten würde.

Produktion
Autorin: Verena Künstner
Redaktion: Christian Pipke - NDR

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Weinanbau im hohen Norden

NDR – NaturNah
Weinanbau im hohen Norden

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Sendetermin noch unbekannt.

„Zu flach, zu kalt, zu wenig Sonne“, sagten Zweifler, als Leon Zijlstra (28) und Jörn Andresen (55) von ihrem Traum erzählten, im schleswig-holsteinischen Kreis Stormarn ein Weingut zu gründen. Doch die Männer hatten einen ausgereiften Plan und damit Erfolg bei der Bewerbung um Weinanbauflächen: 2016 wurden ihnen 3,3 Hektar Land zugesagt.

Das war der Startschuss für die Entstehung eines der größten Anbaugebiete Schleswig-Holsteins. Mittlerweile wachsen rund 7000 Reben auf dem Gelände von Jörns Gärtnerei- und Baumschulbetrieb in Bargteheide. Im Herbst 2019 soll der erste Wein der Marke „Schatoh Feldmark“ gekeltert werden.

Leon, der in Geisenheim Weinanbau studierte, hat in typischen Weinregionen im Süden viel Erfahrung gesammelt und vertritt hauptberuflich ein spanisches Weingut. „Dass ich jetzt in meiner Heimatstadt selbst Wein anbaue, ist für mich das Allergrößte.“ Während Jörn als Garten-Fachmann für die Bodenverarbeitung und -qualität zuständig ist, hat Leon das richtige Händchen für die Pflege der Pflanzen. Er weiß, welche Sorten mit dem Klima in Norddeutschland zurecht kommen und welche Trauben einen guten Wein ausmachen.

Dass hinter der Winzerei eine Menge Arbeit und auch der ein oder andere Rückschlag steckt, haben die Männer bereits in den ersten beiden Jahren erfahren – und sie wissen, dass sie auch künftig vor Herausforderungen stehen. „Wir sind stark von der Witterung abhängig und müssen auf die Launen der Natur entsprechend reagieren“, sagt Gärtnermeister Jörn. Hilfe bekommen die beiden Jungwinzer vor allem von Freunden, Familie und Bekannten, die gern mit anpacken, wenn es um Schnitt, Unkrautjäten und Bodenlockerung geht. Sie arbeiten alle mit Herzblut auf ihrem Weingut, das nach drei Jahren nun das erste Mal richtigen Wein hervorbringen soll.
Damit die Ernte im Herbst reichhaltig ist, müssen die Rebstöcke das gesamte Jahr über gehegt und gepflegt werden. „Unser Ziel sind 1000 bis 2000 Kilo, das entspricht 600 bis 1500 Flaschen“, sagt Leon. Die Erwartungen sind groß, die Vorfreude darauf ebenso.

Wir begleiten die norddeutschen Neuwinzer über das Jahr hinweg, von der Arbeit an der Rebe bis hin zum ersten Schluck ihres eigenen Weines.

Produktion
Autorin: Verena Künstner
Redaktion: Christian Pipke - NDR

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NDR – Wie geht das?
Wasserstraße statt Autobahn

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Sendetermin noch unbekannt!
Binnenschifffahrt auf dem Elbe-Lübeck-Kanal

Im Vergleich zu seinem großen Bruder, dem knapp 100 Kilometer langen Nord-Ostsee-Kanal, ist der Elbe-Lübeck-Kanal (ELK) mit 61,55 km zwar rund 40 Kilometer kürzer – für die Binnenschifffahrt in Schleswig-Holstein aber dennoch wichtig: Die Wasserstraße verbindet die Elbe in Lauenburg mit der Trave in Lübeck und damit die Elbe mit der Ostsee. Sieben Schleusen müssen Binnenschiffe auf ihrem Weg durch den ELK überwinden, um ihr Transportgut von A nach B zu bringen.

Die Wissensreportage begleitet Binnenschiffer Sebastian Pfingst und seine Fracht vom Auf- bis zum Abladen. Dabei erklärt der Film, wie Binnenschifffahrt überhaupt organisiert ist. Er klärt unter anderem auf, wie Schleusen funktionieren und warum und von wem der Kanal eigentlich einmal gebaut wurde.

„Der Elbe-Lübeck-Kanal ist die schönste Wasserstraße Schleswig-Holsteins. Nostalgie pur!“ Das hört Sven Suhling vom Hamburger Fluss-Schifffahrtskontor (FSK) oft. Hinter jeder Kanalbiegung eröffnen sich wunderschöne Landschaftsbilder, sagen die Binnenschiffer, denen Suhling Aufträge zum Gütertransport auf der Wasserstraße vermittelt. Zu den Gütern gehören Kies, Holz, Futtermittel und Dünger – und das bis zu einer Menge von 1000 Tonnen pro Schiff. Pro Jahr werden insgesamt etwa 630.000 Tonnen auf der Wasserstraße zwischen Lübeck und Lauenburg transportiert. Für Containerschiffe ist der Kanal nicht geeignet – die sieben Schleusen sind zu klein und die Brücken zu niedrig. Der Ausbau ist geplant, doch bis dahin bleibt der Elbe-Lübeck-Kanal den kleineren Binnenschiffen vorbehalten. Die ersetzen mit ihrem möglichen Ladungsvolumen bis zu 35 Lkw, die ansonsten auf den Straßen Schleswig-Holsteins unterwegs wären. Jährlich werden die Schleusen und Brücken kontrolliert und wenn nötig instand gesetzt. Darum kümmert sich das zuständige Schifffahrtsamt Lauenburg. Dort erfährt der Zuschauer auch, um welche Angelegenheiten sich bei der Pflege einer Wasserstraße sonst noch gekümmert werden muss.

Produktion
Autorin: Verena Künstner
Redaktion: Christian Pipke - NDR

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NDR – die nordreportage
Operation Umzug im UKSH Kiel

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Sendetermin noch unbekannt.

Mit Bauarbeiten auf fast 110.000 Quadratmetern ist es die größte Krankenhausbaustelle Europas: Das UKSH in Kiel wird seit 2015 (um-)gebaut, saniert und renoviert.

Die Klinik macht sich damit bau- und medizintechnisch zukunftsfähig. Die bisherigen Außenarbeiten sind für jeden gut sichtbar – doch was passiert eigentlich hinter den neuen Krankenhausmauern, wenn die Gebäude stehen?

Dann geht die Organisation erst so richtig los: Insgesamt ziehen rund 80 einzelne Kliniken und Institute samt komplettem Equipment um (manche auch mehrmals – je nach Innenausbau-Fortschritt), Operationssäle müssen eingerichtet, Wartezimmer gestaltet werden. Die Logistik dafür ist eine enorme Herausforderung – schließlich finden die Arbeiten während des laufenden Betriebs der Klinik statt. Auch für die Angestellten herrscht in der Zeit bis zur endgültigen Fertigstellung ihres Arbeitsplatzes Ausnahmezustand. Für sie finden eigens Schulungen statt, in denen sie auf die baulichen und inhaltlichen Veränderungen vorbereitet werden. Neben den meist extrem teuren und empfindlichen Gerätschaften müssen natürlich auch die Patienten umziehen.

Die Reportage zeigt, wie Mensch und Maschinen den Umzug meistern.

Produktion
Autorin: Verena Künstner
Redaktion: Christian Pipke - NDR

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Schweinswale

NDR – NaturNah
Retter der Schweinswale

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Weitere Informationen folgen in Kürze.

Produktion
Autorin: Gabriele Lebs
Kamera: Rudolf Fromeyer, Eric Kirschstein
Redaktion: Christian Pipke - NDR

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NaturNah: Der Naturschützer vom Selenter See

NDR – NaturNah
Manchmal Meer, manchmal Land

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Leben zwischen Ebbe und Flut

Die Salzwiesen an der Nordseeküste: Ein einzigartiger Lebensraum im Grenzbereich von Meer und Land. Hier leben allesamt Spezialisten: Zum einen Pflanzen, die Mechanismen entwickelt haben mit dem täglichen Gezeitenwechsel und dem Salzwasser zurechtzukommen. Zum anderen Watvögel, Insekten und Zugvögel, für die die Salzwiesen Brut- und Nahrungsgebiet sind.

Dr. Martin Stock arbeitet beim Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer und leitet das Salzwiesen Monitoring. Den Biologen und Fotografen fasziniert die Unberührtheit und Wildheit der Flächen: „Mal müssen die Tiere und Pflanzen mit einem Sandsturm klarkommen, dann steht ihnen das Wasser bis zum Hals und am nächsten Tag brennt die Sonne auf sie nieder“, schwärmt Martin Stock. „Ein Lebensraum, der für die Tiere und Pflanzen nur durch ihre enge ökologische Verknüpfung zueinander funktioniert.“ Ein sensibles Gleichgewicht, das Martin Stock zusammen mit seinen Kollegen seit fast 30 Jahren schützt und erforscht. Dabei spielt die Fotografie für Martin Stock eine zentrale Rolle. Seine Bilder zeigen die charakteristische Schönheit dieser eigentlich leeren Landschaft und dokumentieren in langjährigen Projekten die Veränderungen in den Salzwiesen.

Die 30-minütige Reportage begleitet Martin Stock vom Frühjahr bis in den Herbst hinein bei seinen vielfältigen Aufgaben in den Salzwiesen. Zusammen mit einem Kollegen begutachtet er nach dem Winter die Sturmschäden in den Salzwiesen vor Westerhever. Im Frühjahr kartiert er die Nester des Austernfischers im Hedwigenkoog, der in diesem speziellen Lebensraum brütet. Und im Sommer eröffnet er den Teilnehmern eines Bildungsseminars auf der Hamburger Hallig einen ganz neuen Blick auf diesen außergewöhnlichen Lebensraum zwischen Meer und Land.

Produktion
Autorin: Dr. Inga Golde
Kamera: Rudolf Fromeyer, Christopher Dzaack
Schnitt: Claire Walka
Redaktion: Christian Pipke - NDR

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Pressefoto Kiesgrube

NDR – Wie geht das?
Von der Kiesgrube bis zum Eigenheim

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Kies und Sand finden sich in vielen Dingen: ob im Straßenbelag, unter Einfamilienhäusern oder im Beton. Dieser begehrte Rohstoff lagert seit tausenden Jahren metertief in norddeutschen Böden, wie beispielsweise in der Kiesgrube von Arwed Berchim im Schleswig-Holsteinischen Tarbek im Kreis Segeberg. Auf dem 11 Hektar großen Gelände baut Arwed Berchim zusammen mit seinen Mitarbeitern den sogenannten Rohkies ab. Abhängig vom Einsatzgebiet muss der Rohkies weiter veredelt werden: In einem Kieswerk wird er gewaschen, um dann für die Herstellung von unterschiedlichen Beton-Arten geeignet zu sein.

Die Nachfrage der Bauindustrie ist enorm. Daher ist Sand kostbar geworden. Denn jedes Jahr werden mehrere Millionen Tonnen des Rohstoffs benötigt. Wie dieser begehrte Rohstoff entstanden ist, aus welchen Steinarten er besteht und welche Bedeutung er für uns im täglichen Leben hat, erklärt eine Geologin in der Kiesgrube in Tarbek. „Ohne Kies kein Bau“, wie uns Arwed Berchim auf der Baustelle eines Eigenheims zeigt. Dort führt er die Kies- und Betonarbeiten durch.

Welche unterschiedlichen Arten von Kies es gibt, für welche Einsatzgebiete sich dieser Rohstoff eignet, welche Produktionsprozesse dafür nötig sind und wie eine Kiesgrube renaturiert wird, wenn sie ausgebeutet wurde, zeigt die Reportage „Wie geht das? Von der Kiesgrube bis zum Eigenheim“ am Mittwoch, 27. Februar 2019 um 18.15 Uhr im NDR Fernsehen.

Produktion
Autorin: Inga Golde
Kamera: Christopher Dzaack, Rudolf Fromeyer
Schnitt: Hauke Kleinschmidt
Redaktion: Christian Pipke - NDR

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Gunnar und die alten Öfen

NDR – Typisch!
Gunnar und die alten Öfen

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Eigentlich könnte Gunnar Lassen (69) schon längst in Rente sein. Verdient hätte er sie. Doch er denkt überhaupt nicht daran, sich auf die faule Haut zu legen. Vor 54 Jahren hat er das Handwerk des Ofensetzers gelernt. Und Öfen sind auch heute noch sein (Arbeits-)Leben.

Vor allem antike Kachelöfen haben es dem gebürtigen Flensburger angetan. Gunnar Lassen gehört zu den Wenigen seiner Zunft, die diese Exemplare in der heutigen Zeit noch in- und auswendig kennen.

Als in den 1970er-Jahren die Fernwärme in den Norden kam und viele Menschen ihre alten Öfen loswerden wollten, rettete Gunnar Dutzende von ihnen vor einem Ende im Container. In ihre keramischen Einzelteile zerlegt, sammelte er sie in drei angemieteten Lagerräumen, um irgendwann einmal ein Ofenmuseum für seine Enkel zu errichten.

Produktion
Autorin: Verena Künstner
Kamera: Christopher Dzaack
Schnitt: Moritz Ohlsen
Redaktion: Christian Pipke - NDR

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